Puk, die Fliegmeisenstabschreckse

Diese recht extravagante Figuren-Objekt ist eine Auftragsarbeit, bei der ich hinsichtlich der Gestaltung relativ freie Hand hatte. Gewünscht war ein origineller Skulptur-Mikrofonständer mit Effekten. Bei einer so freien Aufgabenstellung bot es sich natürlich an, den Auftrag mit einem Vorhaben zu verbinden, das mir ohnehin schon einige Zeit vorschwebte: dem Bau eines lebensgroßen Insekts. Dabei bestand die Ursprungsidee, den gewünschten Nebelmaschineneffekt mit der Figur der Raupe aus Alice im Wunderland zu verbinden, was sich natürlich hervorragend angeboten hätte.

 

Letztendlich habe ich diesen Ansatz zugunsten der Wirkung (und weil eine zu offensichtliche Bezugnahme auf die Vorlage für die auftraggebende Band wohl zu speziell gewesen wäre) noch etwas variiert und eine Insektenmischform entworfen.

 

Herausgekommen ist dieses 160 cm große Kerlchen – eine Symbiose aus Ameise, Stabheuschrecke und Fliege. Dafür aber noch immer rauchend und mit Hut, um so zumindest ein wenig Alice-Charme hineinzubringen.

Für die notwendige Standfestigkeit wurde die Figur um einen stabilen Teleskop-Mikrofonständer herum gebaut. Dabei habe ich in ihrem Inneren einen Kunststoffschlauch am Stab, im Inneren der Figur entlang verlegt, der vom Rüsselansatz bis zum Fuß führt. Hier lässt sich nun die Nebelmaschine anschließen. Auf diese Weise kann Puk authentisch Rauch ausatmen, welcher sich durch den trichterförmige Rüsselende dann schön verteilt. Außerdem ist das Innere der Augenhöhlen mit LEDs beleuchtet, was bei Bedarf für einen theatralischen Auftritt sorgt.

 

Auch zu diesem Projekt ist die komplette Baudokumentation auf meiner Facebook-Seite einzusehen. Eine gestraffte Form gibt es hier.